Person in Gewässer

Datum: 07/06/2026 um 17:33 Uhr
Einsatzart: TH3
Einsatzort: Federsee
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 16/25, HLF-U, MTW-1
Weitere Kräfte: DRK Rettungsdienst Lkr. BC, Polizei


Einsatzbericht:

Feriengast denkt, er springt ins „knietiefe“ Wasser – und versinkt
Weil er seine Brille aus dem Federsee holen wollte, begab sich ein Passant in große Gefahr. Der Mann sank bis zum Bauch ein, Helfer mussten ihn aus dem Schlamm ziehen.
Das hätte ins Auge gehen können: Am späten Sonntagnachmittag spazierte ein Feriengast auf dem Federseesteg. Fast ganz draußen bei der Plattform lehnte sich der Mann an das Geländer, um die Möwen auf der Brutinsel zu beobachten. Durch eine unvorsichtige Bewegung rutschte ihm seine Brille aus der Hand und fiel in das scheinbar nicht sehr tiefe Wasser. Der Wasserstand beträgt in diesem Bereich aktuell nur etwa 50 Zentimeter und der Seegrund deshalb gut sichtbar.
Der Mann kletterte über das Steggeländer und sprang mit den Beinen voran in das vermeintlich nur knietiefe Wasser. Weil der Seegrund nur optisch ein Grund ist, sondern fast flüssiger Schlamm, sank der Mann sofort bis zum Bauch ein. Zwar konnte er seine Brille retten, hatte aber dafür erhebliche Probleme, sich in dem weichen Grund zu halten. Seine Versuche, sich aus dem Schlamm zu befreien, hatten nur zur Folge, dass er noch weiter einsank.
Zum Glück waren noch Passanten auf dem Steg. Während einige über Notruf Hilfe anforderten, versuchten andere, dem zusehends in Panik geratenen Mann zu helfen. Und noch bevor die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, gelang es den Helfern, den in Not geratenen Mann zurück auf den Steg zu ziehen.
Sanitäter der Feuerwehr übernahmen dann eine erste Versorgung des Pechvogels und übergaben ihn dann an den Rettungsdienst. Verletzt, außer einer Panikattacke, wurde der Mann nicht weiter und konnte auf eigenen Beinen, begleitet von den Rettungskräften, den Heimweg antreten. Der Polizei musste er noch Rede und Antwort stehen.

Foto und Bericht: Klaus Weiss