Auf Einladung der Altersabteilung Moosburg und der Fa. Gaiser konnten wir eine Grabenfräse zur Kabelverlegung im Betrieb besichtigen. Am Dienstag, 26.5.26 fuhren wir zum Fasanenhof bei Dürmentingen und wurden von den Mitarbeitern und dem Firmeninhaber Klaus Gaiser schon erwartet. Eine imposante Maschine war schon in Aktion. Zur Erklärung der Funktion des Gerätes wurde die Anlage wegen der Lautstärke gestoppt. Eine interessante Führung über das Gelände mit dem Aggregat und den schon ausgelegten Kabeln begann. Auf einem LKW-Anhänger waren 3 Rollen 20KV-Kalel mit 1600mtr. verladen und bis zur Arbeitsstelle schon ausgelegt. Das Gewicht einer einzelnen Kabeltrommel liegt bei etwa 4 Tonnen. Zusätzlich war eine 4. Rolle mit Leerrohren für Glasfaserkabel aufgeladen und ebenfalls schon abgerollt. Daneben war auch ein Niederspannungskabel entlang der vorgesehenen Strecke auf dem Boden verlegt. Um die Bündelung der Kabel in bequemer Arbeitshaltung erledigen zu können ist am hinteren Ende ein Ausleger mit Rollen montiert, um diese Arbeit nicht in gebückter Haltung und rückenschonend für die Arbeiter erledigt werden kann.
Das vorverlegte Kabel wird dann über den Schlepper nach hinten in den von der Fräse ausgehobenen Graben abgelassen, im gleichen Zuge mit Sand umhüllt und das Trassenband auf halber Höhe verlegt, und ist dann fertig verlegt und der Graben wird mit dem seitlich laufenden Förderband wieder verfüllt. Jetzt muss nur noch verdichtet werden und das Überschussmaterial abgefahren werden.
Davor sind aber noch mehrere Schritte vorab notwendig:
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Ausfräsen des Grabens:
Mit einer Fräskette (ähnlich einer Motorsägekette) kann ein Graben mit 40cm oder 60cm Breite bis zu einer Tiefe von 1,2m ausgehoben. Bestückt ist diese Kette mit speziellen Felszähnen und Schaufeln um das Material aus dem Graben zu holen. Das Fräsmaterial wird dabei gleich wieder über Förderbänder zur Seite und nach hinten transportiert und der ausgehobene Graben verfüllt, wo das Kabel bereits in der vorgesehenen Tiefe liegt.
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Kabelverlegung und Besandung:
Das Kabel wird über Rollen geführt und in der vorgesehenen Tiefe von 85cm auf das bereits vorgesandete Bett abgelegt. Darüber wird nochmals eine Schicht Sand im gleichen Arbeitsgang über den Kabelstrang geschüttet, das über einen Trichter vorbei an den Kabelsträngen einmal über das Kabel geschüttet wird.
- Verlegen eines Kabelhinweisband:
Ca. 40cm über dem verlegten Kabel wird noch ein Warnband verlegt, um bei späteren Grabungen zuerst auf das Warnband zu stoßen. Dies ist wichtig, um dabei einen Hinweis zu erhalten und das darunter liegende Kabel nicht zu beschädigen.
Für den Betrieb dieser Fräse ist eine gewaltige Leistung von mind. 300PS erforderlich. Diese wird von einem Schlepper zur verfügung gestellt. Angetrieben wird das Aggregat über die Zapfwelle und die Hydraulik vom Schlepper. Eine Besonderheit dieser Anlage ist, dass nur dieses eine Exemplar dieser Kombination von Fräse und Kabelverlegung und Grabenverfüllung in Deutschland existiert. Die Fräse ist als Standard ein gekauftes Teil. Die Anbauteile zur Kabelverlegung wurde in Eigenregie entworfen und gebaut. Natürlich sind schon mehrere Ideen zur Optimierung bereits wärend des Betriebes eingeflossen und umgesetzt worden. Die massgeblichen Arbeiten hierzu wurden von unserem Kameraden Martin unserer Altersabteilung und von dem Moosburger Kameraden Alfons entwickelt und umgesetzt.
Viele Arbeitsstunden waren dafür erforderlich. Deshalb war er auch immer wieder verhindert bei unseren Monatlichen treffen in gemütlicher Runde. Natürlich waren auch verschiedene Mitarbeiter der Fa. Gaiser, wie Niklas Götz und Martin Marquardt mit Anregungen und Ideen mit im Boot. Der Betriebsinhaber Klaus Gaiser unterstütze die Arbeiten mit Rat und Tat bei der Umsetzung bis zur Fertigstellung und brachte Ideen zur körperlichen Entlastung seiner Mitarbeiter. Ein Leistungsvergleich bei der Kabelverlegung braucht diese Anlage im Vergleich zur herkömmlichen Verlegung mit Bagger nicht zu scheuen. Laut Aussage von Klaus Gaiser kann mit einem Bagger eine Tagesleistung von ca. 200m Pro Tag erreicht werden. Diese Anlage kommt auf eine Strecke von 1,2m/min. – dieses entspricht einer Tagesleistung von ca. 600mAuch auf der Mitarbeiteranzahl ist der Vergleich vorteilhaft. Diese Anlage wird mit 4 Mann bedient, was mit dem Bagger nicht ausreichend ist.
Wir bedanken uns bei der Fa. Gaiser und den Kameraden aus Moosburg für die Möglichkeit an dieser Vorführung teilnehmen zu können. Der Vormittag endete mit kühlen Getränken und einem Vesper.





