Datum: 07/07/2026 um 16:10 Uhr
Einsatzart: B4
Einsatzort: Seekirch-Ödenahlen
Fahrzeuge: KdoW, ELW 1, TLF 16/25, HLF-B, SW2000, GW-L2, MTW-2
Weitere Kräfte: DRK Bereitschaft Bad Buchau, DRK Rettungsdienst Lkr. BC, FF Alleshausen, FF Bad Schussenried, FF Biberach, FF Riedlingen, FF Seekirch, FF Tiefenbach, FF Uttenweiler, Polizei
Einsatzbericht:
Zu einem Brand auf einer Ackerfläche bei Seekirch mussten mehrere Feuerwehren und die Polizei am Dienstagnachmittag ausrücken. Rund neun Hektar Fläche sind verbrannt, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.
Auf einem großen Feld bei Ödenahlen hatte ein Mann Arbeiten mit seinem Mähdrescher verrichtet. Kurz vor 16.15 Uhr wechselte der Maschinenführer auf ein weiteres Feld. Dabei sah er, dass es auf dem hinter ihm abgeernteten Getreidefeld rauchte.
Der Fahrer stieg von dem Mähdrescher ab und versuchte, das Feuer zu löschen. Zeitgleich begann es wohl auch unter dem Erntefahrzeug zu brennen. Der Arbeiter konnte den Mähdrescher noch auf eine asphaltierte Straße fahren und sich und sein Gefährt so in Sicherheit bringen. Laut Polizeibericht versuchten die Feuerwehr und Landwirte durch das Anlegen einer Brandschneise, den Flächenbrand einzudämmen. Das gelang nicht, das Feuer wurde durch den Wind angefacht und breitete sich weiter aus. Auch Löschwasser wurde mit Vakuumfässern angefahren. In Richtung Ahlen war auch eine Fläche mit Gehölzen betroffen. Hier wurden auch Erdbewegungsmaschinen eingesetzt, um das Feuer aufzuhalten und abzulöschen. Bei Luftaufnahmen mit der Bad Buchauer Feuerwehrdrohne wurde das ganze Ausmaß der Brandfläche sichtbar.
Durch die starke Rauchentwicklung wurde eine Verkehrswarnmeldung für die nahegelegene B312 bei Ahlen veranlasst. Gegen 18 Uhr waren die Brände gelöscht. Ersten Schätzungen zufolge verbrannten rund neun Hektar angebaute Fläche. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Ein Feuerwehrmann zog sich leichte Verletzungen durch eine Rauchgasintoxikation zu und kam vorsorglich in eine Klinik. Die konnte er nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.
134 Feuerwehrleute im Einsatz
Der Maschinenführer und der Mähdrescher blieben unversehrt. Als Ursache des Brandes vermutet die Polizei einen heißgelaufenen Motor am Mähdrescher, der das Stroh im Innern entzündet hatte, sowie die hochsommerlichen Temperaturen. Es waren insgesamt 134 Feuerwehrleute der Wehren Bad Buchau, Biberach, Riedlingen, Uttenweiler, Ahlen, Bad Schussenried, Seekirch, Tiefenbach und Alleshausen mit 17 Fahrzeugen vor Ort. Auch sechs Rettungssanitäter des DRK mit drei Fahrzeugen waren an dem Einsatz beteiligt.
Den Bewohnern der Wohnhäuser am Weg neben einem der brennenden Felder stand der Schreck ins Gesicht geschrieben. Eine Bewohnerin sagte, im dichten Rauch stehend, dass sie jetzt mit den Touristen und Bewohnern in Waldbrandgebieten mitfühlen könne, wenn man sehe, wie das Feuer immer näherkomme, und nur durch einen schmalen Weg wie hier in Ödenahlen aufgehalten werde.
Bericht: Klaus Weiss
Fotos: Feuerwehr





