Mit viel Prominenz und einer Feierstunde wurde „Buchau 1/11“ so der Funkrufname des neuen Einsatzleitwagens von Landrat Mario Glaser an die Einsatzkräfte übergeben. Diakon Hans-Jürgen Hirschle sprach die Segensworte dazu.
Foto und Bericht von Klaus Weiss (02.10.2026)
Was lange währt… Im September 2023 wurde die Beschaffung des neuen ELW für die Bad Buchauer Feuerwehr ausgeschrieben und nun nach rund 3 Jahren Lieferzeit konnte das Fahrzeug offiziell übergeben werden. Die Kosten von 194.000 Euro wurden noch vom KFLV (Kreisfeuerlöschverband) übernommen. 22.000 Euro wurden vom Land Baden-Württemberg bezuschusst. Blumengeschmückt steht das neue Fahrzeug vor dem Gerätehaus und zieht schon vor der Übergabe die Blicke der Gäste auf sich. Eigentlich sieht der neue ELW (Einsatzleitwagen) aus wie ein MAN-Transporter, nur mit Blaulichter und signalfarbiger Folierung. Innen aber wird sichtbar was in dem Fahrzeug steckt. Drei Arbeitsplätze, insgesamt sechs Monitore ein aus der Seitenwand herausziehbares TV-Gerät auf dem alle Anzeigen der Arbeitsmonitore auch von außen mitverfolgt werden können. Auch die Luftbilder der Feuerwehrdrohne sofern notwendig. Drucker, Telefone und Funkgeräte. Im hinteren Teil des Fahrzeugs ein Geräteraum mit Schubladen für Geräte wie Beleuchtung, Warngeräte , Stromerzeuger und ein Rettungsrucksack um nur einiges zu nennen. Auch eine integrierte Wetterstation kann dazu beitragen, dass die Einsatzkräfte über bestimmte Gefahrenlagen und witterungseinflüße informiert werden können. Bürgermeister Peter Diesch begrüßte im Namen der Stadt die Gäste aus nah und fern. Ehrenbürger der Stadt, die Abordnung der Patenwehr aus Bergheim-Troisdorf, Feuerwehrabordnungen aus dem ganzen Kreis und natürlich auch die Spitze vom Kreisfeuerwehrverband. Landrat Mario Glaser, als Vorsitzender vom Kreis-Feuerwehr-Löschverband (KFLV) wies in seiner Ansprache darauf hin, dass nun alle 7 ehemaligen Stützpunktwehren einen ELW 1 durch Finanzierung des KFLV hätten. Zukünftig müssten ja die Kommunen weitgehend für solche Kosten selbst aufkommen. Angehörige der Feuerwehr Bad Buchau und vom Amt für Brand-und Katastrophenschutz haben an 2023 die Ausschreibung vorbereitet. Und im Dezember 2023 wurde der Auftrag für den ELW erteilt. MAN Truck&Bus Deutschland gmbH erhielt den Auftrag für das Fahrgestell zum Preis von rund 59 000 Euro und der Aufbau ging an die Firma Rauber Funktechnik und Sonderfahrzeuge für knapp 135 000 Euro. Vom Land wurde ein Z-Feu-Zuschuss von 22 000 Euro zugesagt. Diakon Hans-Jürgen Hirsche übernahm die Segnung des Fahrzeuges und wünschte den Einsatzkräften allzeit ein gesundes heimkommen von den Einsätzen. „Zuschussgeber“ Staatssekretär MdL Thomas Dörflinger meinte ironisch dass ein Name für ein Auto mit nur 3 Buchstaben und einer Zahl „ELW 1“ für ein Fahrzeug im Ministerium selten so möglich wäre. Aber er freue sich, dass das Land Baden-Württemberg die Anschaffung unterstützen konnte. Dankesworte hatte Dörflinger für die Feuerwehren übrig: Wenn der Melder losgehe werde das Essen kalt, sei die Nacht vorbei oder der Familienausflug beendet. Betroffene Menschen seien verängstigt, verletzt oder einfach nur hilflos. Dann kommen die Helfer und packen an und gebe ihnen das Gefühl dass jetzt jemand da sei der helfe. Wer im Einsatz, so Dörflinger, Verantwortung übernehme brauche eine gute Ausrüstung. Der neue ELW 1 helfe da Informationen zusammenzuführen, Einsatzkräfte zu koordinieren und auch den Überblick zu behalten wenn vieles gleichzetig passiert. Wofgang Dahler (MdB) beglückwünschte die Buchauer Wehr zu ihrem neuen Fahrzeug, das wohl mehr als nur Blech und Technik sei, und wünschte hoffentlich wenige Einsätze aber allzeit gute Fahrt und sicheres heimkommen. Uli Ocker vom KFLV überbrachte in gewohnt lockerer Form die Glückwünsche und ein Vesperpräsent an die Buchauer Kollegen. Die Feuerwehr sei das wichtigste im Kreis Biberach und an die Politiker gewandt: Gelder streichen könnten sie überall, nur nicht bei den Feuerwehren. Der Beifall der Anwesenden war ihm sicher. Das Schlusswort oblag Kommandant Gerhard Blank der sich zunächst bei allen die mit der Beschaffung des ELW 1 zu tun hatten bedankte. So modern und leistungsfähig die Technik und Ausrüstung auch sein möge, am Ende sind es immer Menschen die mit dem Fahrzeug ausrücken um anderen Menschen in Not zu helfen. Der ELW sei mehr als nur ein Auto. Es sei ein wichtiges Arbeitsmittel für die Einsatzleitung und damit ein weiterer Baustein für eine leistungsfähige Feuerwehr das uns, so Blank, bei künftigen Einsätzen im Löschbezirk sowie im Kreis Biberach mit modernster Technik unterstützen werde. Bei einem Umtrunk und Vesper gab es noch viel zu reden bevor die Feier ausklang.
Ein weiterer Bericht erschien auf Donau3FM




