Kaum Regen und hohe Temperaturen erhöhen die Wald-und Vegetationsbrandgefahr. Die Meteorologen erwarten ähnlich wie 2025 ein sehr trockenes Jahr. Die Feuerwehren stehen dann wieder vor großen Herausforderungen. Baden-Württemberg indes hat ein Waldbrandmanagement eingerichtet, will damit den Austausch von Fachbehörden, Waldbesitzern und Einsatzkräften stärken. Neben der Prävention setzt das Land bei der Brandbekämpfung am Boden auf die enge Verbindung zwischen Forst und Feuerwehr. Baden-Württemberg verfügt über ein sehr umfangreiches Waldwegenetz, das es den Feuerwehren in der Regel ermöglicht, sehr nah an die Einsatzstellen im Wald heranzufahren. Der Kreis Biberach hat die Feuerwehren für den Katastrophenschutz stark ausgerüstet. Hochwasserboote, Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel der Gerätewagen-Logistik bei der Bad Buchauer Wehr oder eine Sandsackfüllanlage sind dazu angeschafft worden. Immer mehr starke Unwetter, Starkregen und erhöhte Brandgefahr in Wald und Flur bei anhaltender Trockenheit erfordern bei den Feuerwehren ein Einsatztaktisches Umdenken. Zunächst einmal soll die übergreifende Zusammenarbeit bei solchen Schadensereignissen weiter ausgebaut werden.
Am vergangenen Wochenende vom 9. und 10. Mai 2026 drückten 15 Feuerwehrangehörige aus dem ganzen Kreis Biberach im Bad Buchauer Gerätehaus unter der Leitung vom Vegetationsbrand-Beauftragten Daniel Städele (Fire & Rescue) aus Warthausen und den Buchauer Kreisausbilder die Schulbank um ein solches gemeinsames Vorgehen bei Wald-und Vegetationsbränden zu optimieren. Früher gab es ja auch schon Flächenbrände im freien Gelände die bekämpft werden mussten. Aber inzwischen gibt es weitere effizientere Möglichkeiten der Brandbekämpfung. Die Wasserversorgung zum Beispiel kann ein großes Problem sein. Bei größeren Brandflächen wird die Wasserversorgung im Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge aufrecht erhalten. Auch die Unterstützung von Landwirten mit größeren Vakuumfässern kann eine gute Hilfe sein. Aber kleinere Entstehungsbrände zum Beispiel die unter Umständen schlecht mit Löschfahrzeugen angefahren werden können, können mit einem Wasserrucksack mit 19 Liter Wasserinhalt oder Löschschaum und einer Handspritze äußerst wassersparend und trotzdem effektiv angegangen werden. Auch der Umgang mit den Feuerpatschen hat sich etwas geändert, so soll nicht mehr einfach auf das Feuer drauf losgeschlagen werden, sondern eher gefühlsvoll mit den Patschen gearbeitet werden. Mit speziellen Bodenharken können zudem schnell Brandschneißen gezogen werden, um das Feuer am Ausbreiten zu hindern. Auch dabei kann ein Landwirt mit einem großen Pflug eine effektive Hilfe sein, zumindest bei Flächenbränden auf Getreidefeldern . Im Kappeler Plankental konnten die Einsatzkräfte die Zusammenarbeit ausgiebig umsetzen. In regelmäßigen Zeitabständen sollen auch noch an anderen Feuerwehrstandorten die Ausbildungen fortgesetzt werden.
Foto und Bericht: Klaus Weiss





